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Warum steigen oder fallen Strom- und Gaspreise?
Hinter den Kulissen hat sich der Energiemarkt in den vergangenen Jahren stark verändert. Wir zeigen, wie die moderne Energiebeschaffung heute funktioniert und warum unsere Strategie dabei hilft, Preisrisiken zu begrenzen und möglichst stabile Preise für unsere Kunden zu ermöglichen.
Strom kommt aus der Steckdose, Gas aus der Leitung - so selbstverständlich erleben wir Energie im Alltag. Doch bevor sie bei unseren Kundinnen und Kunden ankommt, wird sie an internationalen Handelsplätzen beschafft. Genau dort hat sich in den vergangenen Jahren vieles verändert. Pandemie, geopolitische Krisen und die Energiewende haben den Energiemarkt grundlegend verändert. Was das für die Energiebeschaffung bedeutet und wie wir damit umgehen, erklären wir hier.
Der Energiemarkt hat sich grundlegend verändert
Bis etwa 2020 waren die Energiemärkte vergleichsweise entspannt. Heute ist das anders. Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, der Irankrieg und weitere internationale Konflikte haben gezeigt, dass globale Ereignisse mittlerweile direkten Einfluss auf die Energiemärkte haben, an denen wir aktiv sind.
Nicht nur Krisen, auch weltweite Nachfrage und Angebote der Energieprodukte betreffen uns heute direkt.
Abb. 1: Beispiel Strom EEX Frontjahr CAL2027
Warum Strompreise heute stärker schwanken
Neben geopolitischen Ereignissen treibt auch die Energiewende den Wandel voran. Wind- und Solaranlagen decken einen immer größeren Teil unseres Strombedarfs. Das bringt eine neue Dynamik mit sich:
hohe Produktion: Produzieren erneuerbare Energien besonders viel Strom, sinken die Börsenpreise teilweise drastisch oder können sogar negativ werden.
geringe Produktion: Wird dagegen wetterbedingt wenig grüner Strom erzeugt, steigen die Preise an der Strombörse häufig wieder deutlich an.
Abb. 2: Beispiel EEX Spotpreise
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Warum gibt es negative Strompreise?
Negative Strompreise entstehen, wenn mehr Strom produziert als verbraucht wird. Damit das Stromnetz stabil bleibt, fällt der Börsenpreis kurzfristig unter null. Für Endverbraucher bedeutet das jedoch nicht automatisch günstigere oder sogar negative Strompreise, da sich der Endkundenpreis aus vielen Bestandteilen zusammensetzt.
Strategie im Energiehandel: Wie wir Energie heute beschaffen
Um in diesem volatilen Umfeld Stabilität zu garantieren, beobachtet unser Team für den Energiehandel die Märkte täglich. Aktuelle Nachrichten, präzise Wetterprognosen und politische Entwicklungen sind Grundlagen für Handelsentscheidungen.
Durch eine vorausschauende, strukturierte Beschaffung sichern wir den Preis für Strom und Gas gegen extreme, kurzfristige Preisschwankungen an den Börsen ab.
Was bedeutet das für unsere Kundinnen und Kunden?
Unser Ziel ist es, unsere Kundinnen und Kunden zuverlässig zu versorgen und möglichst faire sowie planbare Preise anzubieten.
Die Energiewelt entwickelt sich weiter
Mit dem Fortschritt der Energiewende verändern sich auch die gehandelten Produkte. Neben klassischem Strom und Erdgas gehören heute neue, nachhaltige Optionen zum Arbeitsalltag einer Energiebeschaffung:
Herkunftsnachweise für grüne Energie
CO₂-Zertifikate
THG-Quoten (Treibhausgasminderungsquote)
Power Purchase Agreements (PPA) – langfristige Stromlieferverträge mit Betreibern von Grünstromanlagen
Fazit: Mit Weitblick durch den dynamischen Energiemarkt
Der Energiemarkt ist heute dynamischer denn je. Umso wichtiger sind Erfahrung, Marktkenntnis und eine ständige Analyse und Anpassung von Strategien. So schaffen wir die Grundlage dafür, unsere Kundinnen und Kunden auch künftig zuverlässig mit Strom und Gas zu versorgen.