5 Männer stehen freundlich schauend vor dem Heizkraftwerk in Langballig. Die zwei mittig stehenden halten einen sehr großen Schlüssel in den Händen.

30.12.2025

Gemeinde Langballig übernimmt Biomasse-Heizkraftwerk von den Stadtwerken Flensburg

Flensburg. Am 01. Januar 2026 übernehmen die Gemeindewerke Langballig AöR offiziell das Biomasse-Heizkraftwerk Langballig von den Stadtwerken Flensburg. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe am 19. Dezember 2025 wurde ein sorgfältig über drei Jahre vorbereiteter Prozess erfolgreich abgeschlossen. Alle beteiligten Gremien der Gemeinde Langballig sowie der Stadtwerke Flensburg haben dem Kaufvertrag zugestimmt.

Die Gemeindewerke Langballig AöR wurden eigens für die Übernahme des Heizkraftwerkes gegründet und gehören zu 100 % der Gemeinde Langballig.
Das am Ortsrand von Langballig gelegene Heizkraftwerk wird vollständig CO2-neutral mit Holzhackschnitzeln und Biomethan aus regionalen, nachwachsenden Rohstoffen betrieben. Auch nach der Übernahme durch die Gemeindewerke Langballig AöR bleibt dieses nachhaltige Versorgungskonzept unverändert bestehen. Aktuell versorgt das Heizkraftwerk 230 Haushalte in Langballig mit grüner Fernwärme –komfortabel, platzsparend und emissionsfrei. Zusätzlich erzeugt die Anlage auch grünen Strom. 

Die Kundinnen und Kunden profitieren von einer jederzeit verfügbaren, verlässlichen Wärmeversorgung und sich brauchen sich nicht mit den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zum Einsatz von erneuerbaren Energien in ihrem Haus zu beschäftigen. Das Thema „klimaneutrale Heizung“ erledigt der Fernwärmeversorger für sie.

Es gibt keinen Heizkessel, keine eigene Wärmeerzeugungsanlage und kaum Wartung – Fernwärme kommt fertig ins Haus.  Sie ist einfach bedienbar, die Wärme kommt sofort beim Aufdrehen der Heizung oder des warmen Wassers. Sie zählt zu den sichersten Heizlösungen: Es gibt keine offenen Flammen und kein Brennstofflager im Haus. Die zentrale Versorgung ist rund um die Uhr überwacht – für maximale Betriebssicherheit.

Kurt Brodersen, Bürgermeister der Gemeinde Langballig betont die Bedeutung der Übernahme: „Die gesicherte Betrieb eines klimaneutralen Biomasse-Heizkraftwerkes sowie die nachhaltige Wärmeversorgung im Zentrum der Gemeinde, ist der Antrieb der Gemeindevertretung gewesen, sich für die Übertragung der Anlagen, auf eine kommunale Gesellschaft, zu engagieren. Ich bin zuversichtlich, dass die „Gemeindewerke Langballig AöR“ ein verlässlicher Partner für die angeschlossenen Kunden und für potenzielle Neukunden sein werden.“

Die Stadtwerke Flensburg hatten das Heizwerk zunächst 2003 zu 75 % und 2005 vollständig übernommen. Seitdem wurde kontinuierlich in den Ausbau und die Modernisierung der Anlage investiert. So erfolgte beispielsweise im Sommer 2025 eine umfassende Generalüberholung des Holzkessels zur Steigerung des Wirkungsgrades und zur Verbesserung der Emissionen.

Dirk Roschek, Leiter der Erzeugungsanlagen bei den Stadtwerken, ist zufrieden: „Wir haben den Verkauf eng und vertrauensvoll mit der Gemeinde abgestimmt. Das Biomasse-Heizkraftwerk wird in technisch einwandfreiem und modernisiertem Zustand übergeben. Auch künftig stehen wir der Gemeinde als technischer Partner gerne bei Bedarf beratend zur Seite.“

Dirk Thole, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, erläutert den strategischen Hintergrund: "Unsere oberste Priorität ist es, die Wärmeversorgung im Flensburger Heizkraftwerk bis 2035 vollständig CO₂-neutral auszurichten. Das erfordert einen erheblichen technischen und personellen Einsatz. Auf diesen Prozess müssen wir uns fokussieren. Die Gemeindewerke Langballig haben die Übernahme sehr gewissenhaft vorbereitet – die Kundinnen und Kunden können sich weiter auf eine sichere, umweltfreundliche und zuverlässige Fernwärmeversorgung verlassen.“

Verkauf des Heizkraftwerks Langballig

5 Männer stehen freundlich schauend vor dem Heizkraftwerk in Langballig. Die zwei mittig stehenden halten einen sehr großen Schlüssel in den Händen.

V. l. n. r: Ulf Asmussen, Mitarbeiter Gemeindewerke Langballig (GWL); Hans-Peter Tramsen, Vorstand GWL; Dirk Roschek, Geschäftsbereichsleiter Erzeugung Stadtwerke Flensburg; Kurt Brodersen, Bürgermeister Gemeinde Langballig; Karsten Müller-Janßen, technischer Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg