Energie direkt von der Küste

greenco2ncept

CO2 neutral im Jahr 2050

Ziel des Projektes greenco2ncept ist, das zentrale Flensburger Heizkraftwerk bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu betreiben.

Das Heizkraftwerk versorgt fast alle Flensburger mit Wärme und Strom aus umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung. Es bietet damit einen hervorragenden Hebel und eine zentrale Stellgröße für die Verminderung der CO2-Emissionen für die gesamte Region. Auch die Reduzierung von Schadstoffreduzierung kann hier viel effektiver betrieben werden, als wenn jeder einzelne Haushalt einen Filter einbauen würde.

Die Energieerzeugung im Kraftwerk erfolgte früher nur mit Steinkohle. Eine CO2-Reduzierung ist über den Ersatz der Kohle durch entsprechende CO2-ärmere oder neutrale Brennstoffe möglich:

 

 

Ersatzbrennstoffe

Dies wird heute schon durch den Einsatz von Ersatzbrennstoffen praktiziert, die maximal 15 % der Steinkohle ersetzten. Bis zu 60 % der Ersatzbrennstoffe sind als erneuerbare Energien anerkannt und führen so zu einer Verminderung der CO2-Emissionen.

Holzhackschnitzel

Die Steinkohle wird weiter durch Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt. Seit 2008 werden dafür bereits Holzhackschnitzel in geringen Mengen im Kraftwerk verbrannt.

Elektrodenheizkessel

2013 nahmen die Stadtwerke Flensburg einen Elektrodenheizkessel in Betrieb. Sind die Stromnetze an sonnigen, windreichen Tagen überlastet, nutzen wir die überschüssige Energie und erhitzen in unserem Elektrodenheizkessel Wasser auf eine Temperatur von knapp unter 100 °C. Das Wasser wird danach in einem großen Wärmespeicher „gelagert“ und zur Flensburger Warmwasserversorgung eingesetzt.  Durch die Abnahme von ohnehin vorhandenem oder teilweise sogar überschüssigem Strom sparen wir effektiv CO2-Emissionen ein, da für die damit erzeugte Wärme keine Steinkohle und Ersatzbrennstoffe verbrannt werden müssen.

Kessel 12

Rund 128 Millionen Euro investierten die Stadtwerke Flensburg im Rahmen ihres Großprojekts "Kessel 12" in die Modernisierung und Erneuerung der Erzeugungsanlagen. Kernstück des Projekts war die Errichtung einer Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) in Kraft-Wärme-Kopplung, die am 21.04.2016 in Betrieb genommen wurde.
Durch die kombinierte Produktion von Strom und Wärme erreicht die neue Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von 92 Prozent. Sie ersetzt zwei ältere Kohlekessel und ist eine wichtige Komponente auf dem Weg zum CO2-neutralen Kraftwerksbetrieb. So werden jährlich ca. 160.000 Tonnen CO2 eingespart.  (Siehe auch Kessel 12).

Kessel 13

Der „Kessel 13“ soll 2022 in Betrieb gehen und zwei weitere Kohlekessel vorzeitig ersetzen. „Kessel 13“ wird die CO2-Emissionen bei gleicher Erzeugungsmenge um 40 % senken und die Stadtwerke Flensburg in die Lage versetzen, jährlich weitere 120.000 Tonnen CO2 einsparen zu können. Damit haben die Stadtwerke vier von fünf Kohlekesseln viel früher ersetzt als von der Bundesregierung gefordert und den Kohleausstieg in großen Teilen vorweggenommen. (Siehe auch Kessel 13)

CO2-neutrale Einspeiser

Sind Partner der Stadtwerke, die grüne Wärme aus erneuerbaren Energien in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Flensburg einspeisen. Dazu zählen der Weeser Landwirtschaftsbetrieb Biogas Hansen GmbH & Co KG, der grüne Wärme aus Biogas einspeist oder das Flensburger Klärwerk.

Eine komplette CO2-Neutralität des Flensburger Heizkraftwerkes kann nur schrittweise bis zum Jahr 2050 erfolgen, da bestehende Anlagen des Kraftwerkes umgebaut oder komplette Erzeugungsanlagen neu errichtet werden müssen.

Die Stadtwerke Flensburg prüfen kontinuierlich nächste Teilschritte zur CO2-Reduzierung und werden diese Schritt für Schritt umsetzen.

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