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Stromausfall in Flensburg

Update 15.01.2019: Fehler gefunden/Reparatur per Schweißen

Die Stadtwerke Flensburg haben den Fehler in der 150.000 Volt-Hochspannungsleitung nach Dänemark auf deutscher Seite im Bereich der Flensburger Bauerlandstraße geortet.  

Mit einem extra aus Niedersachsen gekommenen Kabelmesswagen – wahrscheinlich dem einzige dieser Art weltweit – konnten die Stadtwerke den Fehler auf einem ca. 5 km langen Leitungsstück auf wenige Meter eingrenzen. 

Nach dem Aufgraben an dieser Stelle stand der Grund für den Leitungsfehler fest: Ein verschmortes Kabel deutete klar auf einen Kurzschluss hin. Nach der exakten Ursache dafür wird derzeit noch geforscht.

Jetzt geht es an die Reparatur der Leitung – per Schweißen: Doch weltweit gibt es nur wenige Spezialisten, die derart große Kabelquerschnitte schweißen können. Darum muss eventuell sogar ein Spezialist aus Schweden oder Norwegen eingeflogen werden. Bis dahin bleibt die Hochspannungs-Leitung außer Betrieb. Auf die Flensburger Stromversorgung hat dies aber keinen Einfluss. Sie wird weiter über zwei stabile 60.000 Volt-Leitungen nach Dänemark sichergestellt.

 

09.01.2018

Heute am frühen Morgen kam es in Flensburg, Glücksburg und Harrislee zu einem Ausfall der Stromversorgung. Rund 62.000 Haushalte waren zeitweise davon betroffen. Ab 9:15 Uhr war der größte Teil wieder mit Strom versorgt.

Grund für den großflächigen Stromausfall war nach dem jetzigen Stand ein Ausfall der 150.000 Volt-Leitung nach Dänemark. Da die Stadtwerke Flensburg technisch mit dem dänischen Stromnetz verbunden sind, haben Probleme dort auch Auswirkungen auf die Flensburger Versorgung. Als Folge des Leitungsausfalls nach Dänemark wurde eine für solche Fälle vorgesehene Schutzeinrichtung ausgelöst und im Flensburger Kraftwerk eine Anlage für die Stromversorgung heruntergefahren. Gleichzeitig trennten die Stadtwerke ihr Stromnetz von den Stromnetzen nach Dänemark und in den Süden und versorgten Teile in Flensburg ausschließlich im Inselbetrieb, d.h. das Kraftwerk versorgte die Stadt allein mit Strom.

Da aber eine Anlage ausgefallen war, reichte die Kapazität der verbleibenden Kessel nicht aus, um das Flensburger Netzgebiet vollständig mit Strom zu versorgen. Dies führte wiederum zu einem Frequenzrückgang im Stromnetz. Dieses Netz muss aber stabil mit einer Frequenz von 50 Hertz betrieben werden, da es sonst zu weiteren Störungen kommen kann.

Ein Versuch, Strom aus Dänemark über eine andere 60.000 Volt-Leitung zu beziehen, um den Flensburg Bedarf zu decken, war aufgrund des zu hohen Frequenzunterschiedes zwischen dänischem und Flensburger Netz zuerst nicht erfolgreich. 

Erst nachdem die Stadtwerke ihr Netz manuell so einstellten, dass das dänische Netz und das Flensburger Netz nahezu die gleiche Frequenz hatten, konnte die Verbindung mit der dänischen 60.000 Volt-Leitung erneut gestartet werden. Diesmal mit Erfolg.

Ab 8:55 Uhr konnten die Stadtwerke das Flensburger Stromnetz wieder sukzessive hochfahren und die Verbindung mit dem dänischen Netz stabilisieren. Die Fernwärmeversorgung, deren Pumpen elektrisch betrieben werden und die ausgefallen waren, wurde dann ebenfalls wiederaufgebaut.

Seit 9:15 Uhr war der Großteil Flensburgs wieder mit Strom versorgt. 

Die Stadtwerke bedanken sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Auch bei den zahlreichen Anruferinnen und Anrufern im Service-Center, die ebenfalls alle sehr verständnisvoll waren, möchten sich die Stadtwerke bedanken.

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