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FAQ

Haben Sie Fragen - hier sind Sie richtig!

Wie setzt sich eigentlich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis, den Sie als Kunde bezahlen, setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem reinen Energiepreis, den Netznutzungsentgelten sowie Steuern und gesetzlichen Abgaben.

Der Energiepreis unterliegt den allgemeinen Marktspielregeln aus Angebot und Nachfrage und wird zwischen den Wettbewerbern an der Strombörse gehandelt. Der Energiepreis ist dabei der Teil, den der Stromlieferant, also die Stadtwerke Flensburg, für sein Produkt, die elektrische Energie, erhält. Die darin inbegriffenen Vertriebskosten werden bei den Stadtwerken Flensburg seit Jahren auf einem stabilen Niveau gehalten – somit können wir eine faire Preispolitik gewährleisten.

Die Steuern und Abgaben sind keineswegs durch die Stadtwerke Flensburg beeinflussbar. Sie werden vom Gesetzgeber verabschiedet. Durch eine exorbitante Steigerung der gesetzlichen Abgaben in den letzten Jahren, hat sich die Verteilung innerhalb der Stromkosten entscheidend verändert und somit dazu beigetragen, dass die Stromkosten seither gestiegen sind. Steuern und Abgaben bilden mit über 50% aktuell den größten Anteil am Strompreis.

Der übrige Anteil an den Stromkosten entfällt auf die Netznutzungsentgelte (NNE), die die Stadtwerke Flensburg außerhalb des eigenen Netzes an die jeweiligen Netzbetreiber für die Benutzung ihrer Stromnetze und Messeinrichtungen abführen müssen. 

Wie hoch sind die Steuern & Abgaben 2017?

EEG-Umlage

Die Einnahmen aus der EEG-Umlage fördern die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Betreiber von EEG-Anlagen erhalten für jede in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Energie eine feste Einspeisevergütung von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB), die den Strom an der Börse vermarkten. Die Einnahmen der ÜNB reichen jedoch nicht aus, um ihre Ausgaben zu decken. Die Differenz zwischen dem Marktpreis und dem Vergütungspreis, den die Anlagenbetreiber erhalten, wird darum auf die Strom-Letztverbraucher umgelegt. Jedes Jahr zum Stichtag 15. Oktober wird die EEG-Umlage für das Folgejahr bekannt gegeben. 

Für das Lieferjahr 2017 (2016) ist die EEG-Umlage von den Übertragungsnetzbetreibern wie folgt festgesetzt worden: 

  • EEG-Umlage 6,880 ct/kWh (6,354 ct/kWh) 

 

KWK-Umlage

Die Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) dient zur Deckung der Förderung von Anlagen, die durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme eine effizientere Primärenergieausbeute erreichen.  

Für das Lieferjahr 2017 (2016) wurde von den Übertragungsnetzbetreibern folgende KWK-Umlage nach aktuellem Gesetzentwurf festgelegt*:

  • KWK-Umlage bis 1.000.000 kWh 0,438/kWh (0,445 ct/kWh) (vorbehaltlich Verabschiedung KWKG-Novelle)

 

*Die Übertragungsnetzbetreiber gehen davon aus, dass die Gesetzesnovelle zum KWKG bis Ende des Jahres 2016 verabschiedet wird und das „neue“ Gesetz ab 1.1.2017 umgesetzt werden kann.           

 

Offshore-Umlage

Durch die Offshore-Umlage werden die Kosten der Netzbetreiber für geleistete Entschädigungszahlungen aus der Haftungsverpflichtung für nicht betriebsbereite Netzanschlüsse bei Offshore-Windkraftanlagen verteilt. 

Für den Lieferzeitraum 2017 (2016) gilt folgende Offshore-Umlage: 

  • Offshore-Umlage Umlage für Strommengen von Letzverbrauchern für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Abnahmestelle -0,028 ct/kWh (0,040 ct/kWh)

 

AbLaV-Umlage

Die in 2014 erstmalig umgesetzte AbLaV-Umlage basiert auf der bereits im Jahr 2012 in Kraft getretenen „Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten“. Mit dieser Verordnung wurden Regelungen getroffen, bei denen bestimmte Großverbraucher bei einer drohenden Instabilität des Stromnetzes kurzfristigen vom Netz gehen können und hierfür Vergütungen von den Übertragungsnetzbetreibern erhalten. Im Jahr 2016 wurde die AbLaV-Umlage ausgesetzt. Mit der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 16. August 2016 (BGBl. I. S. 1984) wurde die Grundlage für eine Umlage nach § 18 neu erlassen. Die novellierte Verordnung ist zum 1. Oktober 2016 in Kraft getreten.

Für das Lieferjahr 2017 (2016) von den Übertragungsnetzbetreibern folgende folgende AbLaV-Umlage festgesetzt:

  • AbLaV-Umlage : 0,006 ct/kWh (0,000 ct/kWh)

 

§19-Umlage

Mit der in 2012 eingeführten Umlage gemäß §19 der Stromnetzentgeltverordnung (§19-Umlage) wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten gesetzlich finanziert. 

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die §19-Umlage für das Lieferjahr 2017 (2016) folgendermaßen festgelegt: 

  • §19-Umlage für Strommengen von Letzverbrauchern für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Abnahmestelle 0,388 ct/kWh (0,378 ct/kWh)

 

Stromsteuer

Eine Veränderung der Stromsteuer gab es zum 1. Januar 2017 nicht. Wie bereits in den Vorjahren ist von allen Letztverbrauchern der volle Stromsteuersatz in Höhe von 2,05 ct/kWh zu entrichten; eine eventuelle Steuerentlastung ist über das zuständige Hauptzollamt zu beantragen.


Netznutzungsentgelte der Verteilnetzbetreiber

Die Maßnahmen zur Sicherstellung des Netzbetriebes und eine voranschreitende Dezentralisierung der Erzeugungsstrukturen verursachen Kosten. Diese führen zum Teil zu deutlichen Steigerungen bei den Netznutzungsentgelten. Da diese Entgelte regional sehr unterschiedlich sind – abhängig vom jeweiligen Verteilnetzbetreiber – fallen diese Veränderungen jedoch sehr unterschiedlich aus und sind nicht pauschal anzugeben. 


Privilegierte Unternehmen

Unternehmen des produzierenden Gewerbes können unter bestimmten Bedingungen Erleichterungen bei den Umlagen nach dem EEG, dem KWKG, der §19-StromNEV sowie bei der Stromsteuer und der Offshore-Haftungsumlage beantragen. Unternehmen, die große Strommengen abnehmen, können außerdem abweichend von den allgemeinen Netzentgelten ein reduziertes – individuelles – Netzentgelt vereinbaren, wenn sie ihre höchste Leistung nicht zum gleichen Zeitpunkt der Jahreshöchstlast des jeweiligen Netzes beziehen und dadurch das Netz weniger stark belasten.


Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes

Am 22.04.2015 ist eine Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) in Kraft getreten. Hiernach sind alle Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition der EU-Kommission fallen, verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen. Alternativ ist auch die Einführung eines Energiemanagementsystems möglich.  

 

Wie ermittle ich meinen persönlichen Stromverbrauch?

Anhand einer einfachen Formel des Bundes der Energieverbraucher lässt sich der eigene Stromverbrauch in vier Schritten grob berechnen:

Multiplizieren Sie zunächst Ihre Wohnfläche in Quadratmetern mit 9 Kilowattstunden und notieren Sie die Zahl. Anschließend multiplizieren Sie die Anzahl der bei Ihnen im Haushalt lebenden Personen mit 200 Kilowattstunden. Wird das Warmwasser elektrisch erzeugt, sollten Sie die Personenzahl mit 550 Kilowattstunden multiplizieren. Nun multiplizieren Sie noch die Anzahl der elektrischen Geräte in Ihrem Haushalt (Waschmaschine, Kühlschrank, Backofen etc.) mit 200 Kilowattstunden. Zum Schluss addieren Sie die drei Zahlen, um Ihren jährlichen Stromverbrauch zu ermitteln.

 

 

Welche Arten von Stromzählern gibt es und welchen habe ich?

Welche Arten von Stromzählern es gibt, erfahren Sie hier:

Standard-Einfachtarifzähler
Die meisten Haushalte verfügen heute über einen sogenannten Eintarifzähler zur Messung des Stromverbrauchs. Der Eintarifzähler zeichnet auf, welche Strommenge gemessen in Kilowattstunden abgenommen wird. Der Verbrauch wird unabhängig von der Tageszeit erfasst. Eintarifzähler werden mit dem Kürzel HT gekennzeichnet.

Mehrtarifzähler
Ein Mehrtarifzähler ermittelt die verbrauchten Energiemengen zu Hochtarif- und Niedertarifzeiten (HT und NT). Vor allem in der Vergangenheit wurde zwischen Tag- und Nachtstrom durch Zweitarifzähler aufgrund von Preisvorteilen bei Nachtstrom unterschieden. Ein Zweitarifzähler verfügt darum über zwei Zählwerke. 

Stromzähler mit Smart-Meter-Funktionen
Ein sogenannter Smart-Meter, auch intelligenter Zähler genannt, erfasst, speichert und überträgt alle Verbrauchsdaten elektronisch. Die digitalen Zähler zeigen Verbrauchsmengen und Verbrauchszeiten an, zeichnen die Daten auf und übermitteln sie direkt an den Messdienstleister. Über ein zusätzliches Display in der Wohnung oder eine Online-Anwendung kann der Verbraucher erkennen, wie viel er wann verbraucht.

Stromzähler mit Zwei-Richtungs-Messung
Ein Zweirichtungszähler misst den in beide Richtungen fließenden Strom. Dies ist zum Beispiel für Betreiber einer Photovoltaikanlage wichtig, da sie sowohl den bezogenen als auch den eingespeisten Strom erfassen müssen. 

Ich möchte Kunde der Stadtwerke Flensburg werden. Wer kündigt bei meinem alten Stromlieferanten?

Die Kündigung des bestehenden Vertrages mit Ihrem jetzigen Versorger übernehmen wir für Sie. Wir kümmern uns auch um die Formalitäten des Netznutzungsvertrages mit Ihrem Netzbetreiber.

Mehr Informationen zum Wechselprozess

Wie lange dauert es, bis ich von den Stadtwerken Flensburg versorgt werde?

Wir bearbeiten Ihren Vertrag natürlich so schnell wie möglich. Die einheitlich in Deutschland festgelegten Wechselprozesse dauern allerdings etwas, so dass wir Sie in max. 6 – 8 Wochen nach Auftragserteilung mit Strom versorgen können. Sie erhalten von uns eine Auftrags- und kurz vor Lieferbeginn eine Vertragsbestätigung.

Kostet mich der Wechsel etwas?

Bei einem Wechsel zu den Stadtwerken Flensburg entstehen für Sie keine zusätzlichen Kosten. Unser Preis ist ein Komplettpreis, d. h. sämtliche Steuern und Abgaben (z. B. Netzgebühren) sind enthalten.

Kann meine Stromversorgung bei einem Wechsel unterbrochen werden?

Nein, durch den Wechsel des Stromversorgers kann es zu keiner Unterbrechung kommen. Ihre Stromversorgung ist auch bei einer Terminverschiebung oder einer Verzögerung gesetzlich gesichert, so dass Sie in keinem Fall darauf verzichten müssen.

Wie werden eigentlich meine Abschläge berechnet?

Auf Grundlage des letzten Jahresverbrauchs werden die Abschläge nach den aktuellen Preisen hochgerechnet. Wir verteilen den errechneten Betrag für den gesamten Jahresverbrauch auf 12 Monate. Im zwölften Monat erfolgt die Jahresabrechnung.

Wer liest meinen Zählerstand ab?

Die Ablesung Ihres Stromverbrauchs erfolgt auch nach einem Lieferantenwechsel von Ihrem Netzbetreiber. Dieser teilt uns die Zählerstände mit, so dass wir mit diesen Zählerständen Ihre Jahresverbrauchsabrechung erstellen können.

Wer ist für technische Störungen zuständig?

Auch nach einem Lieferantenwechsel ist bei Versorgungsunterbrechungen, Spannungsschwankungen, defekten Messeinrichtungen, Zählertausch usw. nach wie vor Ihr Netzbetreiber  als Eigentümer des Netzes Ihr Ansprechpartner.

Und wenn doch mal etwas schief läuft?

Sie brauchen sich um nichts zu kümmern! Wir melden uns bei Ihnen.