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FAQ|Häufig gestellte Fragen

Viele häufig gestellte Fragen können wir Ihnen bereits hier beantworten.

Sollten dennoch etwas offen bleiben, rufen Sie uns doch einfach an unter Telefon: (0461) – 487-13 65 .

Themen

Grundlegendes

  • Warum bauen die Stadtwerke Flensburg eine neue Erzeugungs-Anlage?

    Zwei Kessel im Kraftwerk haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und müssen durch neue Anlagen ersetzt werden. Ein weiterer Kessel kann aus genehmigungstechnischen Gründen nicht mehr mit „schwerem Heizöl“ betrieben werden und wird auf Erdgas-/Heizölbetrieb umgestellt. Die Anlagen- und Steuerungstechnik wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht sowie einige Anlagenteile modernisiert.

  • Was passiert zusätzlich zum Anlagenneubau?

    • Kessel 5 wird automatisiert und auf Erdgas-/Heizölbetrieb umgebaut.
    • Ein Reserveheizwerk wird automatisiert, damit es auch als Spitzenlastheizwerk eingesetzt werden kann.
    • Drei moderne Wirbelschichtkessel 9 – 11 werden automatisiert.
    • Kessel 7 und 8 werden demontiert
    • Die gesamte Anlagen- und Steuerungstechnik wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
    • Der Wirkungsgrad des Kraftwerks wird über verschiedene Einzelmaßnahmen erhöht.
    • Kessel 6 und Turbine 5 werden demontiert.
  • Welche Meilensteine gibt es?

    In der Aufsichtsratssitzung vom 4. Mai 2011 hat der Aufsichtsrat die Investition in Höhe von 128 Millionen Euro für das Projekt Kessel 12 grundsätzlich frei gegeben.

    Die Genehmigungsphase wurde durch die endgültige Freigabe des Aufsichtsrats Ende des Jahres 2012 abgeschlossen. Die Ausschreibungsphase für die einzelnen Teilprojekte befindet sich in verschiedenen Stadien. Die Auftragsvergaben erfolgen im 1. Quartal 2013.

  • Bisher gab es in Flensburg nur Fernwärme. Warum wird jetzt Erdgas eingesetzt?

    Der Einsatz von Erdgas bietet einige Vorteile:

    • sehr flexible Stromproduktion umgehende Reaktion auf Strommarktnachfrage.
    • Teilnahme am Strommarkt für vergleichsweise hochpreisige Spot- oder Regelmarktenergie Erwirtschaften zusätzlicher Umsätze und Erlöse.
    • Hoher elektrischer Wirkungsgrad.
    • Reduzierung der CO2-Emissionen im Vergleich zu Kohle um 40% bei gleicher Erzeugungsleistung.
    • Reduzierung weiterer ohnehin schon sehr niedriger Emissionen (Staub, Schwefeldioxid).
    • Geringere spezifische Investitionen.
    • Wirtschaftliche und gesicherte Brennstoffversorgung im Vergleich zu Holz, Kohle und EBS durch Einsatz des vierten Brennstoffes Erdgas.
  • Erdgas Allgemein

  • Wie viel Erdgas wird ab dem Jahr 2016 benötigt?

    Derzeit ist für die KWK-Anlage und Kessel 5 (Spitzenlast) ein Gasverbrauch von ca. 80-100 Mio. Nm³ (Normkubikmeter) anzunehmen. Aktuell setzen die Stadtwerke Flensburg kein Erdgas in der Erzeugung ein.

  • Wie viele Tonnen Kohle werden dadurch ersetzt?

    Der Kesselneubau ersetzt ca. 85.000 Tonnen Steinkohle bei ca. 50% höherer Stromproduktion.

  • Besteht Explosionsgefahr durch das Erdgas? Ist Erdgas sicher?

    Die großen Transportleitungen für Erdgas sind erfahrungsgemäß sicher. Sie werden schon seit Jahren in Deutschland mit einer äußerst geringen Störanfälligkeit genutzt. Untersuchungen aus den USA bestätigen, dass es sich beim Pipelinetransport um das sicherste Transportmedium überhaupt handelt.

  • Woher kommt das Erdgas?

    Das in Deutschland eingesetzte Erdgas stammt aus den links aufgeführten Herkunftsländern.

  • Macht man sich bei der Erdgasbelieferung von wenigen Lieferanten abhängig?

    Es existieren mehrere Lieferanten, die die Stadtwerke Flensburg beliefern können. Alle Lieferungen werden über Verträge abgesichert. Die Lieferkapazitäten werden mit den Erdgasnetzbetreibern geklärt. Unabhängig vom Erdgas können die Stadtwerke auf andere Brennstoffe ausweichen und werden durch den zusätzlichen Brennstoff „Erdgas“ flexibler in der Brennstoffauswahl.

  • Wie sieht es mit den Lager- und Lieferkapazitäten für Erdgas aus?

    Es wird kein Erdgas gelagert. Als kleiner Puffer kann die (ca. 12 km lange) Erdgasleitung dienen. Lieferengpässe sind nach gegenwärtigem Stand nicht zu erwarten. Die weltweiten Reserven für Erdgas halten je nach Bewertung und heutigem Stand mehr als 60 Jahre.

  • Wurden kurzfristige Lieferengpässe (z.B. Winter) berücksichtigt, vor allem bei Erdgas?

    Es besteht kein Risiko. In Extremsituationen kann für Verbrauchsspitzen theoretisch Heizöl eingesetzt werden, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll erscheint.

  • Welches Gas wird eingesetzt?

    Es wird ausschließlich reines Erdgas zum Einsatz kommen (annähernd 100% Methan = Ch3).

  • Setzen die Stadtwerke Biogas ein? (Biogas = ca. 54% Methan-Gehalt)

    Als Biogas wird Gas bezeichnet, welches nicht fossilen Ursprungs ist, sondern aus biogenen Stoffen erzeugt wurde. Nach gegenwärtigem Stand ist der Einsatz nicht geplant!

  • Setzen die Stadtwerke Bio-Methan ein? (Bio-Methan = ca. 94% Methan-Gehalt)

    Nein, nach gegenwärtigem Stand nicht! Die Anlage ist auf den Einsatz von Erdgas geplant, ausgelegt und kalkuliert. Als Biomethan wird Gas mit ca. 94% Methangehalt bezeichnet, das aus Biogas hergestellt und in das Erdgasnetz eingespeist wird.

  • Ließe sich genug Biomethan in das Erdgasnetz einspeisen, um die Vorgaben von greenco2ncept realistisch umzusetzen?

    Die neue Anlage ist für den Einsatz von Erdgas geplant, ausgelegt und kalkuliert. Wenn greenco2ncept im Jahr 2050 greift, ist die neue Anlage 34 Jahre alt und muss ersetzt werden. Wie sich der Markt für Biomethan bis dahin entwickelt, muss sich zeigen.

Errichtung / Bauphase

  • Welche Beeinträchtigungen gibt es für die Flensburger in der Bauphase?

    Die Stadtwerke werden die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Die Hauptbautätigkeit findet direkt auf dem Gelände der Stadtwerke statt. Es kann zu leicht vermehrtem Verkehrsaufkommen durch Belieferung oder Abtransporte kommen. Im „normalen“ täglichen Verkehr wird die zeitlich begrenzte Beeinträchtigung kaum auffallen. Für den Bau der Erdgaspipeline werden einige Straßen im nördlichen Flensburg betroffen sein.

  • Wann geht die neue Anlage in Betrieb?

    Bis spätestens 2016 soll die Anlage fertig gestellt, abgenommen und in Betrieb gegangen sein.

  • Welche Firmen werden die Anlage bauen?

    Aufträge werden im Rahmen von Ausschreibungen vergeben (z.T. europaweit). Die Auftragsvergabe, wird in einem offiziellen Vergabeverfahren festgelegt. Die Großkomponenten der neuen Anlage werdeb im ersten Quartal 2013 vergeben.

  • Werden Aufträge in der Region vergeben?

    Soweit dies auf Basis der gesetzlich geregelten Ausschreibung möglich, technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar ist, werden Aufträge oder Teilaufträge in der Region vergeben.

  • Wo wird die neue Anlage stehen?

    Direkt im Heizkraftwerk der Stadtwerke Flensburg. Da hier eine freie Fläche zur Verfügung steht, sind kaum Abrissmaßnahmen für den Anlagenneubau notwendig.

Erdgasleitung: Allgemeine Fragen

  • Muss eine neue Erdgasleitung gebaut werden?

    Ja, das ist notwendig.

  • Welche Länge wird die Leitung haben?

    Die Leitung wird eine Länge von ca. 12 km haben

  • Muss dafür gegraben werden?

    Zur Verlegung der Pipeline ist ein Verlegegraben notwendig. Die Oberflächen werden sowohl im Stadtbereich als auch im Freiland wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

  • Wie viel wird die Gasleitung kosten?

    Die Erdgasanbindung Ellund-Flensburg ist Teil des Ausbau- und Innovationsprogramms der Stadtwerke Flensburg für eine umweltschonendere Energieversorgung. Die Kosten für die Erdgasanbindung liegen bei ca. 10 Mio. Euro. Insgesamt belaufen sich die Kosten für alle Aktivitäten, die im gesamten Projekt Kessel 12 zusammen gefasst sind, auf 128 Mio. Euro.

  • Wie ist der Zeitplan?

    2016 soll der neue Kessel 12 im modernisierten Technikumfeld im Kraftwerk der Stadtwerke in Betrieb gehen. Dafür wird im Jahr 2014 eine Erdgasanbindungsleitung verlegt.

  • Wie ist der zeitliche Ablauf des Planfeststellungsverfahrens?

    Das Planfeststellungsverfahren beginnt mit dem Einreichen der Unterlagen beim Amt für Planfest-stellung Energie in Kiel. Nach einer Vorprüfung auf Vollständigkeit wird voraussichtlich im März 2013 der Planfeststellungsantrag öffentlich ausgelegt. Die planfeststellende Behörde selbst legt die genauen Termine für die Planauslegung, Einwendungsmöglichkeiten und die Erörterungstermine im Detail fest. Die Bauphase ist für ca. April bis ca. Oktober 2014 vorgesehen.

  • Wie und wo kann ich mich als Bürger armieren?

    Die planfeststellende Behörde prüft derzeit die Unterlagen auf Vollständigkeit. Die Bürger können sich im Rahmen der öffentlichen Auslegung der Planungsunterlagen über das Vorhaben armieren.

  • Welche Behörde ist zuständig?

    Die planfeststellende Behörde ist das Amt für Planfeststellung Energie in Kiel.

  • Werden die Bürger aktiv am Verfahren beteiligt?

    Über die öffentliche Planauslegung, die Möglichkeit von Einwendungen und das nachgeschaltete öffentliche Erörterungsverfahren haben Bürger und Anlieger die Möglichkeit sich zu beteiligen.

  • Welche Gutachten wurden bisher eingeholt?

    Die für den Leitungsbau notwendigen Gutachten wie Baugrunduntersuchungen, Vermessungen und Grundwasseruntersuchungen sind bereits in die Genehmigungsunterlagen eingearbeitet.

  • Warum gab es kein Raumordnungsverfahren?

    Laut Schreiben des Landesinnenministeriums ist die Trassenführung der Erdgasanbindungsleitung geeignet. Ein zusätzliches Raumordnungsverfahren ist hierfür nicht notwendig.

  • Warum gibt es keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)?

    Die Vorprüfung der Unterlagen durch die Planfeststellungsunterlage hat ergeben, dass erhebliche nachteilige Umwelteinwirkungen durch das Vorhaben nicht zu erwarten sind. Die zuständigen Behörden halten die nähere Untersuchung anderer Varianten für die Erdgasanbin-dungsleitung als die geplante Trassenführung nicht für erforderlich. Daher hat die zuständige Behörde (Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr) entschieden, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht durchzuführen ist.

  • Wann wird in meiner Straße gebaut werden?

    Geplanter Baubeginn ist im Jahr 2014. Die detaillierte Zeitplanung Straßenbasis erfolgt noch.

  • Wird es Beeinträchtigungen während der Bauphase für die Erdgasleitung geben (Lärm, Erschütterungen, Vibrationen)?

    Während der Bauphase wird es abschnittsweise, wie bei allen Leitungsbauvorhaben, Einschränkungen im öffentlichen Verkehr geben. Rettungswege und Zugänge zu Privatgrundstücken werden freigehalten.

  • Technische Eckdaten der Pipeline?

    • Anbindung an überregionales Erdgasnetz: ab Ellund
    • Länge: 12 km
    • Durchmesser: DN 300 (Außendurchmesser = 324 mm)
    • Auslegungsdruck: 84 bar
    • Fertigstellung: 2014
    • Bauart: 6,3 mm Wanddicke, Werkstoff: Spezialstahl für Erdgasleitungen
  • Entstehen finanzielle Vor-/Nachteile, wenn die Pipeline nicht realisiert wird?

    Die Stadtwerke gehen davon aus, dass die Pipeline gebaut wird. Wir rechnen nicht mit Verzögerungen im Genehmigungsverfahren, da es sich um den Bau einer Erdgasleitung handelt, wie sie in zahlreichen deutschen Städten bereits seit Jahren verlegt sind.

Erdgasleitung: Fragen zur Sicherheit

  • Wie sicher ist die Pipeline?

    Die Pipeline ist sicher. Sie wird nach deutschem Regelwerk gebaut und unterliegt deutschen Sicherheitsstandards. In Deutschland sind über 400.000 km vergleichbarer Leitungen seit Jahrzehnten ohne Probleme im Einsatz.

  • Besteht Explosionsgefahr?

    Nein. Eine Explosionsgefahr besteht nicht (siehe auch Punkt „Sicherheitsmaßnahmen“). Zur Erhöhung der Sicherheitsstandards verbauen die Stadtwerke freiwillig zusätzliche Sicherheits-Maßnahmen (zusätzliches Warn- und Schutzsystem (Geogrid + Trassenwarnband), tiefere Verlegung und doppelte Schweißnahtprüfung).

  • Welche Sicherheitsmaßnahmen sind geplant?

    Die Pipeline wird nach den in Deutschland vorgeschriebenen hohen Sicherheitsrichtlinien gebaut und ist wie langjährige Erfahrungen mit anderen Leitungen in Deutschland zeigen sicher. Darüber hinaus schaffen die Stadtwerke zusätzliche Sicherheitsstandards durch drei freiwillige Zusatzmaßnahmen:

    • Warn- und Schutzsystem (Geogrid + Trassenwarnband)
    • 50% tiefere Verlegung der Leitung (1,20 m statt 0,80 m)
    • doppelte Schweißnahtprüfung mit zwei unterschiedlichen Verfahren
  • Gibt es Sicherheitsventile und Sperrstellen es auf der Pipeline?

    Die Pipeline verfügt über je eine Absperrmöglichkeit am Anfangs- und Endpunkt.

  • Besteht ein Risiko im Bereich der Tankstelle?

    Nein. Es besteht kein erhöhtes Risiko im Bereich der Tankstelle.

  • Werden Haushalte direkt an die Druckleitung angeschlossen?

    Nein. Ein Anschluss von einzelnen Haushalten an die Erdgasleitung ist nicht geplant.

  • Kann die Gasleitung bei Wartungsarbeiten beschädigt werden?

    Die Leitung ist auch bei Wartungsarbeiten sicher. Neben der Einhaltung der in Deutschland vorge-schriebenen hohen Sicherheitsrichtlinien schaffen die Stadtwerke zusätzliche Sicherheitsstandards für dieWartungsarbeiten:

    • Warn- und Schutzsystem (Geogrid + Trassenwarnband)
    • 50% tiefere Verlegung der Leitung (1,20 m statt 0,80 m)
  • Kann es Beeinträchtigungen durch Vibrationen/Infraschall geben?

    Nein. Es wird keine Beeinträchtigungen durch Infraschall geben. Die Pipeline wird nach den in Deutschland vorgeschriebenen hohen Sicherheitsrichtlinien gebaut, die auch Vibrationen und Infra-schall berücksichtigen. Die Leitung wird 50% tiefer verlegt als von der Norm gefordert.

  • Können Panzer die Leitung gefährden?

    Nein. Eine Gefährdung durch Schwerlastverkehr ist ausgeschlossen. Schon die laut Regelwerk vorgeschriebene Verlegetiefe ist dafür ausreichend, die Leitung wird aber zusätzlich um 50% tiefer verlegt als gesetzlich gefordert.

  • Wie wird der Betrieb der Pipeline überwacht?

    Die Pipeline wird nach den vorgesehenen Richtlinien regelmäßig durch Befliegen (monatlich), Befahren (2-wöchentlich) und Begehen überwacht.

  • Wie stehen sie zum Gas-Pipeline-Ernstfall?

    Die geplante Erdgasanbindungsleitung ist sicher, da sie auf Basis des weitreichenden deutschen Regelwerks gebaut wird und die Stadtwerke zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einbauen.

  • Auf welcher Basis sind die Abstände der Gas-Pipeline zu Wohngebäuden geregelt?

    Diese sind im Regelwerk des „Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)“ festgelegt. Sie gelten für alle Bautätigkeiten in Deutschland im Bereich Gas und Wasser. Alle dort geforderten Abstände bzw. erhöhten Sicherheitsmaßnahmen sind berücksichtigt und werden beim Bau umgesetzt.

  • Gab es Unfälle mit ähnlichen Gasleitungen?

    Gegen das Auftreten von Unfällen werden die Stadtwerke während Bau und Betrieb alles Erforderliche unternehmen, um diese zu vermeiden. Die eingesetzten hohen Sicherungs- und Sicherheitsmaßnah-men bieten den größtmöglichen Schutz zur Vermeidung von Unfällen.

  • Besteht eine Gefährdung durch die Leitung? Sind Schäden an Häusern und/oder Personen zu erwarten?

    Das Gefährdungspotential während der Betriebsphase wird durch laufende Überwachungsmaßnahmen während des Betriebes auf eine Mindestmaß reduziert. Es wird keine Beeinträchtigungen durch Infraschall geben. Die Pipeline wird nach den in Deutschland vorgeschriebenen hohen Sicherheitsricht-linien gebaut, die auch Vibrationen und Infraschall berücksichtigen. Darüber hinaus wird die Leitung 50% tiefer verlegt als von der Norm gefordert. Gegen Gasfreisetzung finden aktive und passive Sicherungsmaßnahmen während des Betriebes statt (z.B. passiver Korrosionsschutz, aktive Korrosionsschutzüberwachung, regelmäßige Begehungen/Überfliegen der Leitung). Schäden an Gebäuden sind nicht zu erwarten.

Erdgasleitung: Fragen zur Trassenführung

  • Wo wird die neue Erdgasleitung verlegt?

    Die Erdgasleitung der Stadtwerke wird nördlich von Ellund und Harrislee durch die Nordstadt Flensburgs bis zum Heizkraftwerk an der Flensburger Förde verlaufen.

  • Wird die Trassengenehmigung mehrheitsfähig von der Politik getragen, d.h. werden auch die Nachbargemeinden einer neuen Trasse zustimmen?

    Wir gehen davon aus, dass dies auf Basis zeitgerechter Verhandlungen geregelt wird. In Schleswig-Holstein verfügen bereits ca. 600.000 Haushalte über einen eigenen Erdgasanschluss. Deutschlandweit betrachtet sind Genehmigungsprozesse unkompliziert.

  • Warum wird die Pipeline nicht durch den Wald im Bereich Ostseebad verlegt?

    Eine Trassenführung durch das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet wurde sorgfältig von erfahrenen Ingenieurbüros vorgeprüft. Diese Vorprüfung hat eindeutig ergeben, dass eine Verlegung durch den Wald nicht genehmigungsfähig ist. Die Strecke durch das FFH Gebiet ist zwar länger, durch die Verlegung in nicht bebautem Gebiet ist diese jedoch spezifisch günstiger als die Verlegung der kürzeren Strecke durch die Stadt, so dass die Gesamtkosten beider Strecken vergleichbar sind. Die Kosten sind kein Kriterium zur Entscheidung für einen bestimmten Trassenverlauf, da beide Varianten annähernd gleich teuer sind.

    Gegen die Trasse durch das FFH-Gebiet sprechen andere Gründe:

    • Dieses Gebiet ist rechtlich ein Gebiet mit Sonderschutzstatus (FFH), bei dem Eingriffe nicht gestattet sind, sofern Alternativen dazu existieren.
    • Die Vorprüfung konnte eine Erheblichkeit des Eingriffs nicht ausschließen. Eine Erheblichkeit liegt vor, wenn ein im Schutzzweck für das Gebiet aufgeführter Lebensraumtyp oder eine auf-geführte Art erheblich beeinträchtigt werden kann.
      • Flächenverluste für den Lebensraumtyp 9030, den Waldmeister-Buchenwald
      • erhebliche Beeinträchtigung des Kammmolchs, insbesondere während der Bauzeit
    • Die notwendigen Wiederaufforstungsflächen stehen nicht zur Verfügung.
    • Die Trasse entlang der Hanglage am Küstenstreifen ist aufgrund der bekannten Hangbrüche in diesem Bereich technisch sehr aufwändig.
    • Die geplante Trassenführung ist rechtlich explizit gestattet, da sie dem gültigen technischen Regelwerk entspricht.
  • Soll mit der Strecke durch die Wohngebiete statt durch den Wald Geld gespart werden?

    Die Kosten stellen kein Entscheidungskriterium dar, denn die Streckenführung durch die Wohngebiete ist nicht günstiger als die durch den Wald.

  • Warum geht die Pipeline nicht durch die Ostsee?

    Eine Streckenführung durch die Flensburger Förde ist aufgrund der spezifischen Bedingungen (Hafen, Schifffahrt, Werft) nicht genehmigungsfähig. Darüber hinaus ist die Flensburger Förde in Teilen ebenfalls als FFH-Gebiet eingestuft. Auch bei seeseitiger Anbindung wäre eine Streckenführung durch den Wald ebenfalls notwendig.

  • Warum geht die Pipeline nicht komplett durch einen Tunnel?

    Dafür besteht keine Veranlassung. Die Leitung wird mit hohem Sicherheitsstandards gebaut uns ist sicher. Ein Tunnel wäre technisch extrem aufwändig und würde die Wirtschaftlichkeit des Gesamt-projekts in Frage stellen.

  • Ist der Mensch weniger Wert, als die Pflanzen und Tiere?

    Alle Interessen der an der Leitung wohnenden Landwirte und Anwohner wurden bei der Planung berücksichtigt. Zusätzliche freiwillige Zusatzleistungen der Stadtwerke, die im Dialog mit den An-wohnern entwickelt wurden, werden ebenfalls in den Bau einfließen.

    Durch eine vorausschauende Bauplanung und Baudurchführung möchten die Stadtwerke die Be-einträchtigungen für die Bürger so gering wie möglich halten.

  • Warum ist die geplante Trassenführung optimal?

    Bei der Prüfung auf ein Raumordnungsverfahren hat das Land Schleswig-Holstein bereits im Vorfeld sein Einverständnis für die geplante Trassenführung gegeben. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist aus Landessicht nicht notwendig. Dies bedeutet, dass die Stadtwerke keine Alternativen hätten untersuchen müssen, da die beantragte Variante eine passende Lösung darstellt. Unabhängig davon haben die Stadtwerke trotzdem andere Varianten geprüft, mit dem Ergebnis, dass diese nicht genehmigungsfähig sind.

    Im Rahmen der Vorabstimmung haben auch alle betroffenen Gebietskörperschaften (Gemeinden Harrislee und Handewitt, Stadt Flensburg und Kreis Schleswig-Flensburg) bereits ihre Zustimmung gegeben. Die breite Unterstützung und Bewilligung aller beteiligten öffentlichen und genehmigungs-rechtlichen Stellen bestätigt die Trassenwahl.

  • Warum gibt es bereits Leitungen im Wald/FFH-Gebiet?

    Die Stadt Flensburg bezieht ca. 50 % ihres Trinkwassers aus Tiefbrunnen in diesem Gebiet. Diese wurden vor Einrichtung des FFH-Gebietes genehmigt und errichtet. Der Neubau von Trinkwasserbrunnen ist hier langfristig genehmigt und für die notwendigen Leitungen sind spezielle Korridore (in der Regel Waldwege) vorgesehen.

  • Was passiert nach Nutzung der Pipeline?

    Die Pipeline wird voraussichtlich über 40 Jahre im Einsatz sein. Danach kann die Leitung entfernt oder im Boden belassen und bei Bedarf für andere Zwecke (z.B. als Leerrohr für Telekommunikati-onsleitungen) weiter genutzt werden.

  • Kann die Erdgasleitung zu Wertminderungen an Wohngebäuden führen?

    Da es sich um eine in unserer modernen Zivilisationsgesellschaft vollkommen übliche Gashoch-druckleitung handelt, die es so auch in vielen anderen deutschen Städten gibt, handelt es sich bei der Erdgasleitung, genauso wie bei Fernwärme-, Wasser- und Stromleitungen, um einen Teil der üblichen Infrastruktur zur Versorgung der Bürger mit Energie. Daher hat dieses unserer Kenntnis nach keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit von Wohngebäuden.

  • Weitere Allgemeine Fragen

    Welche Auswirkungen hat das Urteil des OVG Lüneburg auf die Erdgasanbindung?
    Da das Urteil in der Hauptsache bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden wurde, gehen wir davon aus, dass das Urteil keine Auswirkung auf den geplanten Streckenverlauf haben wird.

Mitarbeiter

  • Fallen Arbeitsplätze weg?

    Die Integration einer neuen Leittechnik mit Automatisierung und der Anlageneubau führen zu einem geringeren Personalbedarf in einigen technischen Bereichen.

    Mit Erdgas betriebene Anlagen sind technisch einfacher und erfordern weniger Instandhaltungsaufwand als kohlebetriebene Kessel. Der Bekohlungsaufwand selbst wird sich durch den Wegfall von Kessel 7 und Kessel 8 ebenfalls verringern.

  • Wie viele Arbeitsplätze fallen weg?

    Insgesamt ist davon auszugehen, dass langfristig zumindest 50 von rund 670 Arbeitsplätzen wegfallen. Das wird aber nicht von heute auf morgen der Fall sein, sondern kontinuierlichen erfolgen. So scheiden Arbeitnehmer bei Erreichen des Rentenalters aus und durch natürliche Fluktuation reduziert sich ebenfalls die Mitarbeiteranzahl.

  • Wird es Kündigungen geben?

    Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Ein großer Teil des Arbeitsplatzwegfalls kann dadurch geregelt werden, dass Arbeitsplätze von Mitarbeitern, die in den Ruhestand gehen, nicht nachbesetzt werden.

Technik

  • Für welche Variante haben wir uns entschieden?

    Nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Varianten haben sich die Stadtwerke Flensburg für eine moderne, umweltschonende Gas- und Dampfturbinenanlage entschieden.

  • Was bedeutet GuD?

    GuD = Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk oder Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk = Kombination von Gasturbinenkraftwerk und Dampfkraftwerk. Eine Gasturbine sitzt mit einem Stromgenerator auf einer Welle und erlaubt somit die Erzeugung von Strom während ihres Betriebs. Mit den heißen Abgasen wird Dampf über einen Abhitzekessel erzeugt, der eine Dampfturbine zur Stromerzeugung betreibt.

  • Produziert die neue Anlage auch in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)?

    Ja, die Anlage ist als KWK-Anlage konzipiert und passt hervorragend in das bestehende umweltschonende Erzeugungskonzept.

    Allerdings kann es in warmen Perioden mit geringem Wärmebedarf und höherer Stromnachfrage zu einer zeitlich begrenzten Entkopplung von Stromproduktion und Wärmeeinspeisung in das Fernwärmenetz kommen. Die zusammen mit dem Strom produzierte Wärme wird dann zuerst dem Wärmespeicher zugeführt und erst dann abgerufen, wenn sie benötigt wird.

    Insgesamt wird die Fernwärmeleistung in KWK reduziert und in absoluten Spitzenzeiten bei sehr kalten Wintern könnte ein Teil der Wärme ausschließlich in Heizkesseln produziert werden.

  • Ist die neue Anlage auch wärmegeführt wie das Kraftwerk bisher?

    Insgesamt bleibt das Kraftwerk wärmegeführt. Da wir am Spot- und Regelmarkt für Strom teilnehmen möchten, kann bei der neuen Anlage die Priorität auch in einer stromgeführten Fahrweise liegen. Die Fernwärmeversorgung ist jedoch in jeder Stunde des Jahres gewährleistet.

  • Was wird automatisiert?

    • der Kessel 5 wird automatisiert.
    • ein Reserveheizwerk wird automatisiert damit es als Spitzenlastheizwerk eingesetzt werden kann.
    • die drei Wirbelschichtkessel 9 – 11 werden ebenfalls automatisiert.
    • die gesamte Anlagen- und Steuerungstechnik wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
  • Können in der neuen GuD-Anlage noch andere Brennstoffe eingesetzt werden?

    Nein, er ist ausschließlich für den Einsatz von Erdgas ausgelegt.

  • Warum setzen wir nicht weiter Steinkohle und Ersatzbrennstoffe (EBS) ein?

    Bei EBS ist der Einsatz wegen unserer Genehmigung auf max. 25% der Feuerungsleitung begrenzt. Kessel, die ausschließlich mit Steinkohle betrieben werden, weisen relativ lange Reaktionszeiten auf und sind aus diesem Grund nicht so flexibel in der Fahrweise, die in Zukunft aber zur Erzielung eines maximalen Ertrages notwendig werden wird.

    Darüber hinaus liegen die CO2-Emissionen von Erdgas um 40% unter denen von Steinkohle. Ein weiterer Schritt zur Verminderung der CO2-Emissionen.

  • Wie geht es weiter mit den EBS und den Holzhackschnitzeln?

    Wir bleiben weiter ein Heizkraftwerk und keine Müllverbrennungsanlage. Damit ist der Einsatz von EBS auf max. 25 % begrenzt. Hinsichtlich des Einsatzes von Biobrennstoffen werden wir flexibel bleiben und deren Anteil kontinuierlich steigern soweit technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll.

  • Was kommt danach? Müssen weitere Kessel ersetzt werden?

    Aus heutiger Sicht können die bestehenden Wirbelschichtkessel bis in die Jahre 2022 bis 2028 weiter betrieben werden. Eine Ersatzplanung für diese Kessel wird rechtzeitig starten.

  • Welche Vorteile bietet die Teilnahme am Regelenergiemarkt?

    Wir gehen davon aus, dass die Menge regenerativ erzeugten Stroms weiter zunimmt. Die stark schwankende Einspeisung von erneuerbaren Energieträgern (diese produzieren nur, wenn die Umweltbedingungen aus Sonne, Wind, Wasser dies zulassen) wird aber zu schwankenden Strompreisen im Tages-/Wochen- und Jahresverlauf führen. Dies können wir mit einer flexiblen Anlagenfahrweise nutzten und vor allem dann Strom produzieren und verkaufen, wenn wir einen lukrativen Preis erzielen.

  • Welche Leistung haben die neuen Anlagen?

    Die Wärmeleistung der GuD-Anlage wird bei 75 MW liegen. Das entspricht in etwa der Leistung einer unserer neueren Wirbelschichtkessel. Ein Reserveheizwerk mit ca. 80 MW steht als Spitzenlastanlage zur Verfügung.

  • Reicht die Wärmeleistung für die Zukunft?

    Das ist auf Basis der vorhandenen Absatzprognosen ausreichend, um unserem Anspruch und den Vorgaben an eine hohe Versorgungssicherheit auch in Zukunft gerecht zu werden.

  • Ist die Versorgungssicherheit in irgendeiner Form gefährdet?

    Nein. Die Fernwärme-Leistung im Heizkraftwerk wird zwar reduziert. Durch den Betrieb einer moderneren Anlage und die Automatisierung eines Reserveheizwerks verbleibt die Versorgungssicherheit aber auf dem sehr hohen Niveau.

    Durch die Verteilung auf verschiedene Energieträger werden wir unabhängiger. Erdgas ist wie Strom im "Großhandel" frei verfügbar, Reserven für die kommenden Jahre sind laut allgemeiner Kenntnis ausreichend vorhanden. Zudem werden weitere Vorkommen entdeckt und erschlossen.

  • An welchen Regelenergiemärkten wollen die Stadtwerke teilnehmen?

    Durch unsere Anbindung an das dänische und deutsche Stromnetz könnten wir an beiden Märkten teilnehmen.

  • Wie entwickelt sich der Wirkungsgrad?

    Wie entwickelt sich der Wirkungsgrad?

    Im Einzelnen sind dies:

    • Optimierung der Ansaugluft für die Wirbelschichtkessel
    • Verbesserung Einbindung Wärmespeicher
    • Untersuchung, ob Brennwerttechnik installiert werden kann
    • Prüfung eines Absenken der Vor- und Rücklauftemperaturen
  • Wie entwickelt sich der Primärenergiefaktor? Was bedeutet das?

    Der Primärenergiefaktor spiegelt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Wärme-Endenergie wider. Dabei fließt nicht nur die Energieumwandlung, sondern auch der Transport der Energie zum Endkunden über das Leitungsnetz ein.

    Je niedriger der Primärenergiefaktor ist, desto besser ist die Energieausnutzung. Durch die neue GuD-Anlage wird der Primärenergiefaktor durch die höhere Stromproduktion sinken, d.h. die Energieausnutzung oder –effizienz wird steigen.

Umwelt

  • Werden andere Schadstoffe als bei der Kohle in den Abgasen durch das Erdgas emittiert?

    Es werden keine anderen Luftschadstoffe durch die Erdgasverbrennung emittiert. Im Gegenteil. Vor allem die Schwefeldioxid (SO2)- und Staubemissionen fallen weg.

  • Ist die neue Anlage besser oder schlechter für die Umwelt?

    Die neue Anlage bietet aus Umweltsicht klare Vorteile und kann als Brückentechnologie zum CO2-neutralen Kraftwerk 2050 eingestuft werden.

    So sinken bei gleicher Energieerzeugung die spezifischen CO2-Emissionen beim Einsatz von Erdgas im Vergleich zur Kohle um 40%. Die Staub- und Schwefeldioxid-Emissionen gehen ebenfalls zurück.

  • Passt der neue Kessel zu greenco2ncept bzw. zum CO2-neutralen Kraftwerk 2050?

    Ja, am CO2-neutralen Kraftwerk 2050 wird festgehalten. Die neue GuD-Anlage reduziert den CO2-Ausstoß und ist ein Zwischenschritt hin zur CO2-Neutralität.

    Ein weiterer Schritt wäre z.B. der Einsatz von Biokohle, wenn die Technologie soweit ist und der Brennstoff wirtschaftlich zur Verfügung steht.

  • Welchen Einfluss hat die Entkopplung von Strom- und Wärmeproduktion auf unsere umweltschonende Erzeugung?

    Wir produzieren weiter in umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung. Es ist keine Entkopplung von Strom- und Wärmeproduktion geplant, sondern der Wärmeerzeugung und der Wärmenutzung (Wärmespeicher). Lediglich zu Wärmespitzen wird reine Fernwärme erzeugt.

    Die Umwelt profitiert von dem Maßnahmenpaket, das eine Wirkungsgradverbesserung und Reduzierung der spezifischen CO2-Emissionen mit sich bringt. Die Staub- und Schwefeldioxid-emissionen werden ebenfalls sinken.

Kosten / wirtschafliche Aspekte

  • Wie viel kostet der neue Kessel?

    Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Flensburg hat in seiner Sitzung am 4. Mai 2011 einer Investition in Höhe von 128 Millionen Euro für das gesamte Projekt Kessel 12 grundsätzlich zugestimmt. Die endgültige Freigabe hat er in im November 2012 erteilt.

  • Wie wird der das Projekt finanziert?

    Dazu ist Fremdkapital notwendig, welches von verschiedenen beteiligten Fremdkapitalgebern bereitgestellt werden wird.

  • Wird es einen Investor geben?

    Nein, die Stadtwerke sind zu 100% kommunal und werden es bei diesem Projekt und auch zukünftig bleiben.

  • Müssen die Bürger das über höhere Energiepreise finanzieren?

    Nein. Der Kesselneubau wird sich nicht auf die Energiepreise auswirken.

  • Wie lange beträgt die Bauzeit?

    Die Bauzeit beträgt max. drei Jahre ab Baubeginn bis zur Fertigstellung. Dem sind noch Genehmigungs- und Vergabeverfahren vorgeschaltet.

  • Erhalten wir eine Förderung? Wenn ja, welche?

    Wir erhalten eine Förderung auf Basis des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung.

  • Wie hoch ist die KWK-Förderung bzw. wie sieht die aus?

    Diese hängt von der produzierten Strommenge ab und spielt einen erheblichen Anteil der Investitionen wieder ein. Die Förderhöhe beträgt 18 Euro/MWh erzeugter elektrischer Arbeit über die ersten sechs Jahre.

Genehmigung

  • Wer genehmigt den neuen Kessel?

    Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Raumplanung (LLUR) in Flintbek bei Kiel als obere Immissionsschutzbehörde.

  • Welche Behörden sind eingebunden?

    Die führende Behörde ist das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Raumplanung. Diese beteiligt aus ihrer Sicht alle für das Verfahren relevanten Behörden und Organisationen:

    • Obere (LLUR) und oberste (Umweltministerium) Immissionsschutzbehörden des Landes Schleswig-Holstein mit ihren jeweiligen Abteilungen
    • staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord (Arbeitsschutz und Dampfkesselgenehmigung)
    • Stadt Flensburg mit der Wasser-, Altlasten-, Bau- und Umweltplanungsbehörde
    • Kreis Schleswig-Flensburg bei den Kreis betreffenden Angelegenheiten (Gasleitung durch das Kreisgebiet)
  • Wie läuft das Genehmigungsverfahren?

    Eine Kesselanlage ist eine genehmigungsbedürftige Anlage nach der 4. Bundes-Immissionsschutzverordnung.

    Im Anhang 1 der Verordnung „Wärmeerzeugung, Bergbau, Energie“ werden unter dem Punkt 1.1 „die Anlagen zur Erzeugung von Strom, Dampf, Warmwasser, Prozesswärme oder erhitztem Abgas durch den Einsatz von Brennstoffen in einer Verbrennungseinrichtung (wie Kraftwerk, Heizkraftwerk, Heizwerk, Gasturbinenanlage, Verbrennungsmotoranlage, sonstige Feuerungsanlage), einschließlich zugehöriger Dampfkessel, mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 Megawatt oder mehr“ geführt.

    Unsere Anlage ist eine Anlage der sogenannten Spalte I, die in einem förmlichen Genehmigungsverfahren nach § 10 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes genehmigt wird.

    Die 9. Bundes- Immissionsschutzverordnung regelt das Verfahren. Ob eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung im Rahmen des Verfahrens notwendig wird, entscheidet die Antragskonferenz unter Leitung des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Raumplanung nach den Grundsätzen des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung.

 

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