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greenco2ncept

CO2 neutral im Jahr 2050

Ziel des Projektes greenco2ncept ist, das zentrale Flensburger Heizkraftwerk bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu betreiben.
Das Heizkraftwerk versorgt fast alle Flensburger mit Fernwärme und Strom aus umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung. Es bietet damit einen hervorragenden Hebel und eine zentrale Stellgröße für die Verminderung der CO2-Emissionen für die gesamte Region. Die Schadstoffreduzierung kann hier viel effektiver betrieben werden, als würde jeder einzelne Haushalt einen Filter einbauen.

Die Energieerzeugung im Kraftwerk erfolgte bisher nur mit Steinkohle. Eine CO2-Reduzierung ist nur über den Ersatz der Kohle durch entsprechende CO2-neutrale Brennstoffe möglich. Dies wird heute schon durch den Einsatz von Ersatzbrennstoffen praktiziert, die maximal 25 % der Steinkohle ersetzten. Bis zu 60 % der Ersatzbrennstoffe sind als erneuerbare Energien anerkannt und führen so zu einer Verminderung der CO2-Emissionen.

Holzhackschnitzel

Die Steinkohle wird weiter durch Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt. Im nächsten Schritt durch Holzhackschnitzel, die seit 2008 bereits in geringen Mengen im Kraftwerk verbrannt werden.

Kessel 12

Rund 128 Millionen Euro investierten die Stadtwerke Flensburg im Rahmen ihres Großprojekts "Kessel 12" in die Modernisierung und Erneuerung der Erzeugungsanlagen. Kernstück des Projekts war die Errichtung einer Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) in Kraft-Wärme-Kopplung, die am 21.04.2016 in Betrieb genommen wurde.

Durch die kombinierte Produktion von Strom und Fernwärme erreicht die neue Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von 92 Prozent. Die Anlage ersetzt zwei ältere kohlenstaubbefeuerte Kesselanlagen und ist eine wichtige Komponente auf dem Weg zum CO2-neutralen Kraftwerksbetrieb. Bundesweit werden so ca. 160.000 Tonnen CO2 eingespart. Staub und Schwefeldioxid-Ausstoß werden ebenfalls deutlich sinken (Siehe auch Kessel 12). 

Eine komplette CO2-Neutralität des Flensburger Heizkraftwerkes kann nur schrittweise bis zum Jahr 2050 erfolgen, da bestehende Anlagen des Kraftwerkes umgebaut oder komplette Erzeugungsanlagen neu errichtet werden müssen.

Nächste Teilschritte:

  1. Weitere Erhöhung des Wirkungsgrades im Kraftwerk. Dadurch sinkt die Emission bei gleicher Leistung, da weniger Brennstoffe für die gleiche Energiemenge notwendig sind.

  2. Weiteren Schritte zur CO2-Reduzierung werden in den nächsten Jahren festgelegt.