Energie direkt von der Küste

FAQ

Haben Sie noch Fragen? Dann sind Sie hier genau richtig!

Wie setzt sich eigentlich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis, den Sie als Geschäftskunde bezahlen, setzt sich aus drei Teilen zusammen: Dem reinen Energiepreis, den Netznutzungsentgelten sowie Steuern und gesetzlichen Abgaben.

Der wesentliche Bestandteil der energiewirtschaftlichen Beratung ist der Energiepreis. Dieser untersteht den allgemeinen Marktspielregeln aus Angebot und Nachfrage und wird zwischen den Wettbewerbern an einem sogenannten Tradingfloor gehandelt (Bsp. European Energy Exchange EEX). Der Energiepreis ist dabei der Teil, den der Stromlieferant für sein Produkt, die elektrische Energie, erhält. Die darin inbegriffenen Vertriebskosten werden bei den Stadtwerken Flensburg auch ohne staatliche Kontrolle seit Jahren auf einem stabilen Niveau gehalten – somit können wir eine faire Preispolitik gewährleisten.

Die Steuern und Abgaben sind keineswegs durch die Stadtwerke Flensburg beeinflussbar. Sie werden vom Gesetzgeber verabschiedet und in der tatsächlich anfallenden Höhe veröffentlicht. Durch eine exorbitante Steigerung der gesetzlichen Abgaben in den letzten Jahren, hat sich die Verteilung innerhalb der Stromkosten entscheident verändert und somit dazu beigetragen, dass die Stromkosten seither gestiegen sind.

Unabhängig von Steuern und Abgaben haben die Verteilnetzbetreiber (VNB) die Möglichkeit ihre Kosten in regulierter Form auf den Letzverbraucher umzuwälzen (Netzentgelte). Das staatliche Kontrollinstrument ist die Bundesnetzagentur (BNetzA), diese prüft und bewilligt die vom VNB angemeldeten Netzentgelte.
Da diese Netzentgelte regional sehr unterschiedlich sind – abhängig vom jeweiligen VNB – fallen diese Veränderungen auch sehr unterschiedlich aus und sind nicht pauschal anzugeben. Aufgrund von kostenintensiven Maßnahmen zur Sicherstellung des Netzbetriebes und einer voranschreitenden Dezentralisierung der Erzeugungsstrukturen bei gleichzeitig bedarfsunabhängiger Einspeisung durch regenerative Energieerzeugungsanlagen ist zum Teil auch mit deutlichen Steigerungen bei den Netzentgelten zu rechnen.

Wie hoch sind die Steuern & Abgaben 2016?

EEG-Umlage

Die Einnahmen aus der EEG-Umlage fördern die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.  Betreiber von EEG-Anlagen erhalten für jede in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Energie eine feste Einspeisevergütung von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB), die den Strom an der Börse vermarkten. Die Einnahmen der ÜNB reichen jedoch nicht aus, um ihre Ausgaben zu decken. Die Differenz zwischen dem Marktpreis und dem Vergütungspreis, den die Anlagenbetreiber erhalten, wird darum auf die Strom-Letztverbraucher umgelegt. Jedes Jahr zum Stichtag 15. Oktober wird die EEG-Umlage für das Folgejahr bekannt gegeben. 

Für das Lieferjahr 2016 (2015) ist die EEG-Umlage von den Übertragungsnetzbetreibern wie folgt festgesetzt worden: 

  • EEG-Umlage 6,354 ct/kWh (6,170 ct/kWh) 

 

KWK-Umlage

Die Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) dient zur Deckung der Förderung von Anlagen, die durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme eine effizientere Primärenergieausbeute erreichen. 2015 wurde das KWK-G novelliert. Als weiterer Baustein der Energiewende soll die Effizienztechnologie Kraft-Wärme-Kopplung durch eine Verdopplung des Fördervolumens einen positiven Impuls erhalten. Ein höheres Fördervolumen hat wiederum Auswirkungen auf die Höhe der von allen Endverbrauchern zu tragenden KWK-Umlage. Mit der Novellierung des KWK-G wurde auch eine Erhöhung des Schwellenwertes, bis zu dem die volle Umlage zu zahlen ist, von 100.000 kWh auf 1.000.000 kWh vorgesehen. 

Für das Lieferjahr 2016 (2015) wurde von den Übertragungsnetzbetreibern folgende KWK-Umlage errechnet:

  • KWK-Umlage bis 1.000.000 kWh 0,445 ct/kWh

          (bisher bis 100.000 kWh 0,254 ct/kWh)

  • KWK-Umlage über 1.000.000 kWh 0,040 ct/kWh

          (bisher über 100.000 kWh 0,051 ct/kWh) 

 

Offshore-Umlage

Durch die Offshore-Umlage werden die Kosten der Netzbetreiber für geleistete Entschädigungszahlungen aus der Haftungsverpflichtung für nicht betriebsbereite Netzanschlüsse bei Offshore-Windkraftanlagen verteilt. Nach der außergewöhnlichen Festlegung einer negativen Umlage in 2015 gilt für den Lieferzeitraum 2016 (2015) folgende Offshore-Umlage: 

  • Offshore-Umlage bis 1.000.000 kWh 0,040 ct/kWh (-0,051 ct/kWh)
  • Offshore-Umlage über 1.000.000 kWh 0,027 ct/kWh (0,050 ct/kWh)

 

 AbLaV-Umlage

Die in 2014 erstmalig umgesetzte AbLaV-Umlage basiert auf der bereits im Jahr 2012 in Kraft getretenen „Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten“. Mit dieser Verordnung wurden Regelungen getroffen, bei denen bestimmte Großverbraucher bei einer drohenden Instabilität des Stromnetzes kurzfristigen vom Netz gehen können und hierfür Vergütungen von den Übertragungsnetzbetreibern erhalten. Diese Verordnung sollte zum Jahresende 2015 auslaufen. Sehr kurzfristig hat die Bundesregierung beschlossen, die Verordnung um sechs Monate bis zum 1. Juli 2016 zu verlängern. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) planen jedoch voraussichtlich keine Erhebung in 2016; eine Nachberechnung der entstandenen Kosten, so die ÜNB, bleibt jedoch unbenommen.

§19-Umlage

Mit der in 2012 eingeführten Umlage gemäß §19 der Stromnetzentgeltverordnung (§19-Umlage) wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten gesetzlich finanziert. Die Korrekturen aufgrund der rückwirkenden Anpassung im Rahmen der Novellierung des Energiewirtschaftsrechts in 2013 wurden bis Ende 2015 ausgeglichen. Daher gilt ab 2016 auch bei der §19-Umlage nur noch ein Schwellenwert in Höhe von 1.000.000 kWh bis zu dem die volle Umlage berechnet wird. Die Übertragungsnetzbetreiber haben die §19-Umlage für das Lieferjahr 2016 (2015) folgendermaßen festgelegt: 

  • §19-Umlage bis 1.000.000 kWh 0,378 ct/kWh

          (bisher bis 100.000 kWh 0,237 ct/kWh;
          bisher über 100.000 kWh bis 1.000.000 kWh 0,227 ct/kWh)

  • §19-Umlage über 1.000.000 kWh 0,050 ct/kWh (0,050 ct/kWh) 

 

Stromsteuer

Eine Veränderung der Stromsteuer gab es zum 1. Januar 2016 nicht. Wie bereits in den Vorjahren ist von allen Letztverbrauchern der volle Stromsteuersatz in Höhe von 2,05 ct/kWh zu entrichten; eine eventuelle Steuerentlastung ist über das zuständige Hauptzollamt zu beantragen.

Netznutzungsentgelte der Verteilnetzbetreiber

Die Maßnahmen zur Sicherstellung des Netzbetriebes und eine voranschreitende Dezentralisierung der Erzeugungsstrukturen verursachen Kosten. Diese führen zum Teil zu deutlichen Steigerungen bei den Netznutzungsentgelten. Da diese Entgelte regional sehr unterschiedlich sind – abhängig vom jeweiligen Verteilnetzbetreiber – fallen diese Veränderungen jedoch sehr unterschiedlich aus und sind nicht pauschal anzugeben. 

Privilegierte Unternehmen

Unternehmen des produzierenden Gewerbes können unter bestimmten Bedingungen Erleichterungen bei den Umlagen nach dem EEG, dem KWK-G, der §19-StromNEV sowie bei der Stromsteuer und der Offshore-Haftungsumlage beantragen. Unternehmen, die große Strommengen abnehmen, können außerdem abweichend von den allgemeinen Netzentgelten ein reduziertes – individuelles – Netzentgelt vereinbaren, wenn sie ihre höchste Leistung nicht zum gleichen Zeitpunkt der Jahreshöchstlast des jeweiligen Netzes beziehen und dadurch das Netz weniger stark belasten

Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes

Am 22.04.2015 ist eine Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) in Kraft getreten. Hiernach sind alle Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition der EU-Kommission fallen, verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen. Alternativ ist auch die Einführung eines Energiemanagementsystems möglich.  

Wie hoch ist die effektive Brutto-Stromerzeugung in Deutschland?

Welche Spannungsebene nutze ich mit meinem Unternehmen?

Was benötigen wir zur Erstellung eines Stromlieferangebotes?

Wir möchten uns etwas Zeit für Sie nehmen und uns über Ihr Unternehmen informieren. Nur so können wir Ihnen ein individuelles Angebot unterbreiten. Senden Sie uns im Vorwege folgende Daten, damit wir bestens vorbereitet mit Ihnen Kontakt aufnehmen können.

  • Einen möglichst aktuellen Lastgang in Excel oder CSV-Format
  • Angaben zur Spannungsebene (Bsp. Niederspannung NSP)
  • Adressdaten der Verbrauchsstelle(n)
  • möglichen Lieferbeginn sowie 
  • gewünschte Vertragslaufzeit

Bestimmen Sie den Kurs für eine optimierte Energieversorgung – Windrichtung Flensburg, warum eigentlich nicht?

 

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