Umsatzplus, Ergebniseinbruch, große Herausforderungen – Stadtwerke Flensburg bleiben auf Wachstumskurs
27.05.10 | Flensburg. Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise, turbulenter Entwicklungen bei den Strombezugs-, Brennstoff- und Rohstoffpreisen haben sich die Stadtwerke Flensburg im Geschäftsjahr 2009 im Energiemarkt gut behauptet. Bei der Bilanz-Pressekonferenz am 27. Mai 2010 in der Flensburger Stadtwerke-Verwaltung informierten Gerhard Bethge, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Matthias Wolfskeil, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Maik Render, seit Anfang April Technischer Geschäftsführer des Unternehmens, über den Jahresabschluss 2009 und die Perspektiven der Unternehmensgruppe. Auch im Geschäftsjahr 2009 konnten die Stadtwerke Flensburg ihren Umsatz steigern, im Konzern um 10,6 % auf 247,7 Mio. Euro (2008: 224 Mio. Euro). Bei der Stadtwerke Flensburg GmbH stieg der Umsatz im letzten Jahr von 209,2 Mio. Euro in 2008 auf 231,9 Mio. Euro (+ 10,9 %). Das Ergebnis der GmbH liegt 2009, besonders durch höhere Kosten beim Strom- und Kohlebezug, mit 31.570 Euro deutlich unter dem des Vorjahres (2008: 8,3 Mio. Euro).
Dazu Matthias Wolfskeil, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Flensburg: „Wir bleiben, besonders bei den Umsatzerlösen, auf Wachstumskurs, auch wenn der Wind angesichts der aktuellen Krisenszenarien, schwankender Rohstoffpreise, zunehmendem Wettbewerb im Strommarkt und gestiegener Kosten rauer weht.“ Die „schwarze Null“ beim Ergebnis zeige aber deutlich, dass der bereits 2009 begonnene Konsolidierungs- und Sparkurs fortgesetzt werden müsse. Auch das 2008 gemeinsam mit dem Aufsichtsrat, der Stadt als alleiniger Gesellschafterin und dem Betriebsrat verabschiedete fünfjährige Strategie-Projekt „Stadtwerke der Zukunft 2012“ werde jetzt zur Halbzeit des Programms überprüft.Für die positive Umsatzentwicklung ist in erster Linie das Stromgeschäft der Stadtwerke Flensburg GmbH „verantwortlich“. Es trägt mit 71 % zum Umsatz der insgesamt 231,9 Mio. Euro im Energie- und Wassergeschäft bei. Die Fernwärme erbrachte 28,5 % des Umsatzes, der „Rest“ stammt aus der Wasser- und Gassparte (3 % bzw. 0,2 %). 98 % aller Flensburger werden mit Fernwärme versorgt und benötigen darum kein Gas.
Erstmals in der Unternehmensgeschichte kletterte der Stromabsatz mit 1.004 Mio. Kilowattstunden (kWh) über eine Terawattstunde (2008: 869 Mio. kWh). Der bundesweite Absatz an externe Stromkunden außerhalb Flensburgs erreichte dabei in 2009 einen Anteil von 63 % am gesamten Stromabsatz (Vorjahr 54 %) und steigt weiter kontinuierlich. Im Flensburger Netz sind die Kundenzahlen und Stromabsatzmengen, vor allem im Industriekundenbereich, beispielsweise durch Schließungen bei Motorolla und Danfoss, seit einigen Jahren leicht rückläufig. Für das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und den exzellenten Service wurden die Stadtwerke Flensburg jüngst Ende März 2010 bei einer bundesweiten Untersuchung im Auftrag der angesehenen Wirtschaftszeitung Handelsblatt als bester Stromanbieter Deutschlands ausgezeichnet.
Bei der Fernwärme betrug die Absatzmenge 956 Gigawattstunden (GWh). Diese lag witterungsbedingt um 2,7 % über dem Vorjahr (2008: 931,1 GWh).
In der Wassersparte blieb der Absatz in Flensburg wie im Vorjahr mit 4,9 Mio. Kubikmetern (m3) auf niedrigem Niveau.
Im Stadtwerke-Konzern sieht die Umsatz-Entwicklung ähnlich positiv aus wie im reinen Energiegeschäft. Hier stieg der Umsatz von 224 Mio. Euro in 2008 auf 247,7 Mio. Euro im letzten Jahr (+ 10.6 %). Dazu trugen unter anderem die Töchter Aktiv Bus (ÖPNV), semeco und IT-Power bei.
Ebenfalls erfreulich entwickelten sich die Beschäftigtenzahlen im Stadtwerke-Konzern. Am Jahresende 2009 waren 1020 Mitarbeiter (Vorjahr 980) im Konzern beschäftigt, davon 80 Auszubildende (2008: 76). Die Stadtwerke GmbH hatte am 31.12.2009 621 Mitarbeiter (Vorjahr 591) und 67 Auszubildende (Vorjahr: 63), zusammen 688 Beschäftigte (2008: 654). Auch im Personalbereich können die Stadtwerke Flensburg stolz sein auf eine hohe Auszeichnung. Das Unternehmen hatte sich im Berichtsjahr 2009 an einem Wettbewerb der Hochschule St. Gallen beteiligt und ist Ende Januar 2010 in Duisburg von Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement mit dem Güte-Siegel „Top Job 2010“ für beispielhafte Personalarbeit ausgezeichnet worden.
Obgleich die Stadtwerke Flensburg 2009 den Umsatz erneut steigern konnten, haben die unerwarteten Ausschläge der Energie- und Brennstoffbeschaffungspreise infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt, dass nicht alles vorhergesehen und geplant werden kann. Selbst Wirtschaftsexperten, Politiker und Manager können noch nicht vorhersagen, wann sich die Weltwirtschaft wieder erholen wird, wenn auch in 2010 gewisse Erholungstendenzen erkennbar sind. Umso mehr sind hohe Flexibilität und die Bereitschaft für Veränderungen gefordert. Diese Prozesse werden bei den Stadtwerken Flensburg aktiv vorangetrieben und durch entsprechende Programme begleitet.
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Die Stadtwerke Flensburg GmbH
Die Stadtwerke Flensburg bieten als innovativer und umweltbewusster Energieversorger Strom, Fernwärme und Wasser in der Region Flensburg sowie Gas für gewerbliche Kunden an (62.000 Stromkunden, 98 % Anschlussdichte in der Fernwärme). Bundesweit werden für die Stromprodukte Flensburg eX-tra und Flensburg eXtra öko zahlreiche neue Privatkunden geworben (inzwischen mehr als 78.000). Geschäftskunden in ganz Deutschland schneidert der Energieversorger von der Flensburger Förde individuelle Lösungen für die Energieversorgung. Neben den Standardprodukten reicht das Portfolio von maßgeschneiderten Lösungen für Filialunternehmen über börsenindizierte Strompreise bis hin zu saisonabhängigen Angeboten.
Mit 231,9 Mio. Euro Umsatz in 2009 in der GmbH (247,7 Mio. Euro im Konzern) und 688 Beschäftigten, davon 67 Auszubildende (im Konzern waren es 1.020, davon 80 Auszubildende) hat sich die Stadtwerke Flensburg GmbH gut am Markt etabliert. In Schleswig-Holstein zählt der Energieversorger zu den 50 größten Arbeitgebern. Darüber hinaus ist der Anbieter aus dem hohen Norden einer der größten Fernwärmeversorger Deutschlands, mit traditionell günstigen Preisen. Strom und Wärme werden umweltschonend per Kraft-Wärme-Kopplung in einem eigenen Heizkraftwerk an der Flensburger Förde erzeugt.
Seit langem engagiert sich das Unternehmen auch in vielfältigen Projekten der erneuerbaren Energien.
Weitere Infos unter: www.stadtwerke-flensburg.de



