
Sie informierten Medienvertreter am 12. April zum 50. Jubiläum der Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft (FFB, v.l.): Flugleiter Ralf Wanger, stv. Flensburger Stadtpräsident Erich Seifen, Thomas Liebelt, Vorsitzender des Flensburger Luftsportvereins, Rüdiger Hildebrandt von der Kieler Landesluftfahrtbehörde, Axel Kostrzewa als Vertreter der Stadtwerke Flensburg, FFB-Geschäftsführer Manfred Bühring und Carsten Wilke von der FFB. Foto: Stadtwerke Flensburg
Pressekonferenz am 12. April 2010 zum FFB-Jubiläum: 50 Jahre Flughafenbetriebsgesellschaft Stadtwerke Flensburg seit 2002 mit 80 % beteiligt
12.04.10 | FFB GmbH wird 50: Am 12. April 1960 beschlossen die Stadt Flensburg, der Kreis Flensburg-Land, 12 Flensburger Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten sowie der Luftsportverein Flensburg e.V. (LSV), die Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH (FFB) zu gründen. Die Liste der Gründungsgesellschafter liest sich – auch heute noch -wie das „Who is Who“ der Flensburger Wirtschaft. So waren sich u.a. die Flensburger Brauerei, Herm. G. Dethleffsen, Holm & Molzen, Anthon, Pott-Rum, Danfoss und die Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft mit Stadt und Kreis darin einig, dass die Region einen leistungsstarken Flugplatz benötigt. Gegenstand der Gesellschaft laut Gründungsprotokoll war „…die Schaffung der Voraussetzungen für den Bedarfsluftverkehr, insbesondere der Ausbau, die Unterhaltung und die Verwaltung des Flugplatzes Flensburg-Schäferhaus.“
Am 03. Juni 1969 erhielt die FFB nach dem Abschluss eines vorangestellten Planfeststellungsverfahrens von der damaligen Landesregierung die Genehmigung für den Betrieb des Flugplatzes. Damit konnte dieser auf einer gesicherten Rechtsgrundlage in den letzten 50 Jahren kontinuierlich zu einer unverzichtbaren Einrichtung für die regionale Wirtschaft, aber auch für den Tourismus und die Ausübung des Luftsportes ausgebaut werden. Die notwendigen Modernisierungsinvestitionen der vergangenen Jahre wie Erneuerung der Landebahn und Verlängerung um Sicherheitszonen, Bau von Taxiways sowie Modernisierung der Technik wurden von der FFB durchgeführt und von der EU und der Landesregierung mit Fördermitteln unterstützt.
„Schnelligkeit und Erreichbarkeit sind mehr denn je entscheidende Kriterien für einen Wirtschaftsstandort, insbesondere in zentrumsfernen Regionen wie dem Landesteil Schleswig“, so Manfred Bühring, seit 1993 Geschäftsführer der FFB. „Eine wichtige öffentliche Aufgabe ist es, den Landesteil Schleswig überregional und international anzubinden, erreichbar zu machen und dazu gehört auch ein diesen Notwendigkeiten entsprechender Flugplatz“, so Bühring weiter. Zu den Nutzern des Flugplatzes gehören insbesondere die regionalen Produktionsunter-nehmen aber auch zunehmend Dienstleister, die national und international tätig sind. Auch Individualtouristen mit eigenem oder gechartertem Flugzeug wissen den Flugplatz mit seiner unkomplizierten und persönlichen Betreuung zu schätzen.
Nach Aussage des Landesrechnungshofes gehört der Flugplatz Flensburg-Schäferhaus zu den effizientesten Regionalflugplätzen in Schleswig-Holstein und müsse den nationalen Vergleich nicht scheuen.
„Wir sind kein gewinnorientiertes Unternehmen; es gilt, einem öffentlichen Auftrag bestmöglich nachzukommen, dabei die Kosten aber natürlich im Auge zu behalten. Alles in allem haben wir einen hervorragend ausgestatteten, kleinen aber feinen Flugplatz hier in Flensburg“, bilanziert Manfred Bühring.
Heute verzeichnet der Flugplatz ca. 15.000 Flugbewegungen im Jahr, davon über 20% gewerbliche. Seit 2009 beheimatet der Flugplatz auch einen luftfahrttechnischen Instandsetzungsbetrieb, der den technischen Service rund um das Flugzeug übernimmt. Insgesamt bieten 8 Flugzeughallen ausreichend Platz für die Unterbringung diverser Flugzeuge unterschiedlicher Größe.
Der Flugplatz ist auch Heimat des LSV, der mit seinen etwa 250 Mitgliedern der größte Luftsportverein in Schleswig-Holstein ist. Thomas Liebelt, nicht nur 1. Vorsitzender des LSV, sondern auch Flensburger Unternehmer, betont die sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der FFB. So wurden in der Vergangenheit zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen wie die Airshows, das Insel-Hopping, Fly & Pray, Tage der offenen Tür – um nur einige zu nennen -durchgeführt.
Am 30. Mai werde, so Thomas Liebelt weiter, anlässlich des FFB-Jubiläums die JU 52 der Lufthansa Flensburg besuchen. Dazu findet auf dem Flugplatz von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Die JU 52 und der Luftsportverein werden Rundflüge über die Stadt Flensburg und Umgebung anbieten. Um organisatorische, personelle und technische Kompetenzen des eigenen Leistungsangebotes auch für den Flugplatz einsetzen zu können, übernahmen die Stadtwerke Flensburg im Sommer 2002 die Gesellschafteranteile der Stadt Flensburg an der FFB (80%). Dieser Schritt habe sich als richtig erwiesen, so der stv. Stadtpräsident Erich Seifen. Die Kompetenzen der Stadtwerke und das Know-how der FFB würden sich hervorragend ergänzen und der Region einen für die regionalen Bedarfe sehr gut aufgestellten Flugplatz langfristig sichern.
„Unsere Zusammenarbeit mit der Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft läuft reibungslos“, betont Axel Kostrzewa, der bei den Stadtwerken Flensburg für Beteiligungen zuständig ist. Außerdem seien Flughafen-, Hafenbetrieb und Aktiv-Bus als städtische Infrastrukturunternehmen im Stadtwerke-Verbund gut aufgestellt.
Weitere Gesellschafter sind die Unternehmen Motorola, Herm. G. Dethleffsen, Queisser Pharma und dat repair. Neben Manfred Bühring als Geschäftsführer sind Ralf Wanger und Carsten Wilke als hauptamtliche Flugleiter und Beauftragte für Luftaufsicht für den Flugbetrieb verantwortlich. Darüber hinaus werden fünf Flugleiter in Teilzeit beschäftigt.
Für Rückfragen und Auskünfte stehen zur Verfügung:
Manfred Bühring – Geschäftsführer
Tel.: 0461/16040063
Ralf Wanger – Flugleiter
Tel.: 0461/91700
Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH Lecker Chaussee 127, D-24941 Flensburg Tel.: 0461 / 91700 oder 160244063 Fax: 0461 / 95346 oder 1601723
Mail: buehring@foni.net oder manfred.buehring@stadtwerke-flensburg.de


